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Rupp / Müller / Fischerlehner

 

Das Berliner Trio „Rupp/Müller/Fischerlehner“ mit Olaf Rupp an der Gitarre, dem Posaunisten Matthias Müller und Schlagzeuger Rudi Fischerlehner erschließt sich im improvisierten Zusammenspiel eine formenreiche abstrakte musikalische Landschaft, die durch die Klangvorstellungen und erweiterten Spieltechniken der drei Musiker geprägt ist.
Noise, Rock, Free Impro: Erinnerungen ziehen vorbei um neu verwoben und umgedeutet zu werden zu einem hypnotischen Gesamtsound, der zugleich bedrohlich und anziehend wirkt.

Die Debüt CD des Trios, "Tingtingk", ist 2011 auf Gligg-Records erschienen.
 

 

 

Olaf Rupp, 1963 in Saarlouis geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Gitarrenspiel und ist als Musiker Autodidakt. An der Universität des Saarlandes studierte er von 1987 bis 1992 Sprachwissenschaften. Zu Beginn der 1990er Jahre spielte er vor allem improvisierte Popmusik in Duos mit Schlagzeuger Hanno Leichtmann (EmakBakia), später mit Stephan Mathieu (Stol). 1993 zog er nach Berlin, wo er auf Musiker wie Rudi Mahall, Paul Lovens, Johannes Bauer, Cecil Taylor, Harri Sjöström und Wolfgang Fuchs traf. 1998 wirkte er im Rahmen des Total Music Meeting bei Butch Morris’ FMP-Produktion „Conducts Berlin Skyscraper '95“ mit. 1998 entstand sein erstes Soloalbum „September“ auf dem GROB-Label in Köln, 1999 folgte die CD „Life Science“ auf dem FMP-Label und 2000 ein Soloauftritt beim Total Music Meeting. 2002 nahm er mit dem Bassisten Joe Williamson und dem Schlagzeuger Tony Buck für das Label EMANEM das Album „Weird Weapons“ auf. 2009 erschien auf FMP sein Soloalbum „Whiteout“. Er spielte außerdem mit Lol Coxhill, Marino Pliakas, Michael Wertmüller, Shoji Hano, John Zorn, Paul Lovens und Thomas Lehn bei Tourneen in Russland, Japan und vielen europäischen Ländern.
Rupps Art, die Gitarre in einer aufrechten Position zu halten, ist von den chinesischen Pipa-Spielern inspiriert. Er integrierte in sein Spiel Techniken, wie Rasgueados, Tremolos und Arpeggios um damit Oberton- und Cluster-Effekte zu erzielen.
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Matthias Müller, 1971 in der niedersächsischen Provinz geboren, begann das Posaunenspiel im örtlichen Posaunenchor. Nachdem er dann für zehn Jahre in das Ruhrgebiet umgezogen war, um zu studieren und erste Erfahrungen in der improvisierten Musik zu sammeln, zog es ihn im Jahr 2004 nach Berlin. Seitdem spielte mit einer Vielzahl an international herausragenden Improvisatoren wie Frank Gratkowski, Johannes Bauer, Tobias Delius, Matthias Schubert, Peter Evans, Rudi Mahall, Burkhard Beins, Michael Vorfeld, u.v.a. Zudem war er mehrere Jahre Mitglied im „Deutsch-fanzösischen Jazzensemble“ unter der Leitung von Albert Mangelsdorff. Seine 2004 erschienene CD „Bhavan“ wurde von dem Musiker und Journalisten John Corbett aus Chicago produziert. Aktuell liegt sein musikalischer Schwerpunkt auf dem Duo-Projekt „Superimpose“ mit dem Schlagzeuger Christian Marien und dem Trio „The Astronomical Unit“ mit Marien und dem Bassisten Clayton Thomas. Neben der improvisierten Musik tritt Matthias Müller auch als Interpret von Neuer Musik sowie im Bereich Tanz und Theater in Erscheinung. Konzertreisen führten ihn nach Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und diverse europäische Staaten.

Rudi Fischerlehner spielt Schlagzeug in zahlreichen Projekten verschiedenster Schattierung von Jazz, Rock, improvisierter und experimenteller Musik. Weiters komponiert und produziert er Musik für Bands, Kurzfilme, Videos und Performances.
1977 in Oberösterreich geboren, beginnt er in seiner Kindheit Schlagzeug zu spielen, vornehmlich auf Begräbnissen und Hochzeiten. Als Teenager steigt er in Linzer Rockbands ein, veranstaltet mit Freunden selbstorganisierte Jazz- und Improabende in regionalen Underground Clubs und studiert für einige Zeit klassisches Schlagwerk am Konservatorium Linz. Nach der Schule zieht er nach Wien, wo er Mitglied der Indie-Rock Bands „Blendwerk“ und „Roh“ wird.
Nach einem Aufenthalt in New York und einer Reise durch Afrika landet er schließlich in Berlin, wo er z.Zt. lebt. Dort spielt er mit ImprovisatorInnen aus aller Welt, schreibt für sein Quartett „Pinx“, ist regelmäßig mit den Bands „Shoot the Moon“ und „Erste Stufe Haifisch“ zu hören und betreibt ein kleines CD-Label namens „Farai-Records“.
Weitere Auftritte und/oder Aufnahmen mit Olaf Rupp, Tobias Delius, Bonaparte, Dominique Pifarely, Alain Grange, Wolfgang Mitterer, Ingrid Laubrock, Tony Buck u.v.a.
www.farai-records.com